{"id":34,"date":"2020-02-08T21:51:59","date_gmt":"2020-02-08T20:51:59","guid":{"rendered":"https:\/\/emotionalenachbarschaft.ukw.edu.pl\/?page_id=34"},"modified":"2020-02-22T13:16:08","modified_gmt":"2020-02-22T12:16:08","slug":"o-projekcie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/emotionalenachbarschaft.ukw.edu.pl\/?page_id=34","title":{"rendered":"\u00dcber das Projekt"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00dcber das Projekt<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz geographischer N\u00e4he ist zwischen der deutschen und der polnischen Kommunikationsgemeinschaft nicht selten kommunikative Distanz erkennbar. Politische und wirtschaftliche Asymmetrien zwischen den beiden Nachbarl\u00e4ndern \u2013 oft durch die Last der Geschichte potenziert \u2013 k\u00f6nnen in der \u00f6ffentlichen Kommunikation zu Dimensionen werden, die Affekte ausl\u00f6sen und die mit emotionalem Erleben verbunden sind. Es kann zur Folge haben, dass beide Gemeinschaften \u2013 Partner im vereinten Europa \u2013 ein mangelhaftes bzw. verf\u00e4lschtes Wissen voneinander haben. <br \/>Im Fokus des wissenschaftlichen Interesses des Projekts stehen folgende Fragen:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Wie werden Affekte als Zeichen bzw. Zeichenkomplexe und affektive Praktiken in medialen Diskursen in Deutschland und Polen konstruiert?<\/li>\n<li>Auf welche Art und Weise (mit welchen Gestaltungsmitteln und durch welche Verfahren) formieren Affekte Diskurse (mit) und mit welchem Zweck affizieren sie Akteure?<\/li>\n<li>Wie werden affektive Weltbilder bzw. Sinnwelten kreiert, die dann verbreitet, reproduziert oder transformiert werden?<\/li>\n<li>\u00c4ndern sich im Laufe der Zeit \u2013 unter Einfluss von politischen und\/oder \u00f6konomischen Faktoren \u2013 emotionale Einstellungen in medialen Diskursen gegen\u00fcber demselben diskursiven Ereignis oder bleiben sie konstant?<\/li>\n<li>K\u00f6nnen Affekte dazu beitragen, dass bestehende Ordnungen, Bedeutungen o. \u00c4. transformiert, mentale Grenzen (Stereotype) verwischt und bestimmte Prozesse dynamisiert werden?<\/li>\n<\/ul>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Forschungsgegenstand:<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um Affekten in deutschen und polnischen medialen Diskursen nachzuforschen, gilt es bestimmte \u201eagonale Zentren\u201c (Felder), in denen semantische K\u00e4mpfe ausgetragen werden, festzulegen. Im Hinblick auf bestimmte Umfelder wie Politik, Geschichte, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur k\u00f6nnen folgende brisante, in manchen F\u00e4llen transnationale (gesamteurop\u00e4ische) Medien- bzw. Diskursereignisse mit Affektpotenzial ber\u00fccksichtigt werden: die Ratifizierung des EU-Reformvertrages (2007); die Aufnahme Polens in den Schengen-Raum (2007); Banken- und Finanzkrise (2008\/09); der Nord-Stream-Konflikt (2011, 2012); der Konflikt um Fl\u00fcchtlingsaufnahme und den Umgang mit Migrationsbewegungen (seit 2015); der Brexit (2016); der Konflikt um Kriegsentsch\u00e4digungen (2017, 2018) u.a.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Methodische Vorgehensweise:<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem geplanten Forschungsvorhaben liegt ein multimethodisches, inter- bzw. transdisziplin\u00e4res Herangehen zugrunde: <br \/>Im Rahmen einer weit gefassten kulturwissenschaftlichen Linguistik sollten verschiedene Forschungsans\u00e4tze integriert werden: die Diskursforschung (Diskurslinguistik und Diskursanalyse), die Emotionsforschung und die Medien- bzw. Medialit\u00e4tslinguistik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Korpus:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um eine ad\u00e4quate Beschreibung und Analyse von Mitteln und Strategien zur Erzeugung von Affekten und zur emotionalen Positionierung von bestimmten Inhalten in massenmedialen Diskursen zu gew\u00e4hrleisten, sollte das Analysekorpus aus Medientexten bestehen, d. h. aus medial unterschiedlich realisierten, thematisch zusammengeh\u00f6renden, fakten- und\/oder meinungsbetonten und aus einem vorab definierten Zeitraum (2004-2019) stammenden Texten aus Zeitungen und Zeitschriften (Printmedien) und aus Online-Portalen, die unterschiedlichen Pressetextsorten zuzuordnen sind. Die neuesten, zunehmend durch das Internet gepr\u00e4gten diskursiven Ereignisse werden hinsichtlich ihrer affektiven Potenziale auch in Memes und Tweets analysiert<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Relevanz des Projekts:<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ergebnisse der geplanten Studien k\u00f6nnten wichtige Impulse f\u00fcr die Vorbereitung einer bewussten, rational durchdachten, diskursiv realisierten \u201ePolitik der Affekte\u201c liefern. Diese k\u00f6nnte durch ein geschicktes diskursives Handeln im medialen Bereich zur Verringerung potentieller Spannungen und zur Vermeidung negativer Auswirkungen kommunikativer Aktivit\u00e4ten effektiv beitragen.<br \/>Auf diese Weise sollen Forschungsimpulse f\u00fcr das Feld von Emotion und Politik einschlie\u00dflich der Politischen Bildungsforschung gegeben werden; dies ist ein bedeutendes Forschungsdesiderat, insbesondere was den europ\u00e4ischen und den deutschsprachigen Raum angeht. Konkret-praktische Anwendungsbereiche ergeben sich in der Verwertung der Ergebnisse u.a. in der interkulturellen P\u00e4dagogik.<br \/>Die Ergebnisse des Projekts werden verschiedenen Interessierten (Diskurs-, Kommunikations-, Medien-, Politik- und EmotionsforscherInnen im deutschen und polnischen Wissensraum) in m\u00f6glichst zug\u00e4nglicher Form (auch als Downloads) auf der Website des Projekts zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><\/p>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber das Projekt Trotz geographischer N\u00e4he ist zwischen der deutschen und der polnischen Kommunikationsgemeinschaft nicht selten kommunikative Distanz erkennbar. 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